{"id":103,"date":"2019-01-06T16:46:07","date_gmt":"2019-01-06T16:46:07","guid":{"rendered":"http:\/\/wp.bonner-initiative-grundeinkommen.de\/?page_id=103"},"modified":"2019-01-06T16:46:54","modified_gmt":"2019-01-06T16:46:54","slug":"103-2","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/wp.bonner-initiative-grundeinkommen.de\/?page_id=103","title":{"rendered":"Grundideen"},"content":{"rendered":"\n<h1 id=\"firstHeading\">zum Bedingungslosen Grundeinkommen<\/h1>\n\n\n\n<p>Aus Wikibig(Weitergeleitet von&nbsp;<a href=\"https:\/\/grundeinkommenbonn.de\/wiki\/index.php?title=SBG&amp;redirect=no\">SBG<\/a>)Wechseln zu:<a href=\"https:\/\/grundeinkommenbonn.de\/wiki\/index.php\/Grundideen_zum_Bedingungslosen_Grundeinkommen#column-one\">Navigation<\/a>,&nbsp;<a href=\"https:\/\/grundeinkommenbonn.de\/wiki\/index.php\/Grundideen_zum_Bedingungslosen_Grundeinkommen#searchInput\">Suche<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2>Inhaltsverzeichnis<\/h2>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<ul><li>1&nbsp;Die Vision<\/li><li>2&nbsp;Das BGE im Urteil der Bev\u00f6lkerung<\/li><li>3&nbsp;Kritik des derzeitigen Steuer-, Abgaben und Sozialsystems<\/li><li>4&nbsp;Volkswirtschaftlicher Aspekt<\/li><li>5&nbsp;Projekt statt Vision<\/li><li>6&nbsp;Das Solidarische B\u00fcrgergeld (SBG)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h2>Die Vision<\/h2>\n\n\n\n<p>Es gibt unterschiedliche Auffassungen dar\u00fcber, wie ein Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) verwirklicht werden kann. Aber Einigkeit besteht darin, dass ein Bedingungsloses Grundeinkommen vier Kriterien erf\u00fcllen muss:<\/p>\n\n\n\n<ul><li>das BGE muss bedingungslos sein (keine Bedarfspr\u00fcfung)<\/li><li>das BGE muss an alle gezahlt werden (Deutsche und Personen mit Daueraufenthaltsrecht)<\/li><li>das BGE muss existenzsichernd sein (Soziokulturelles Existenzminimum)<\/li><li>das BGE darf nicht zur Arbeit verpflichten<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Wir sehen das BGE als individuellen Rechtsanspruch, der sich aus unserem Grundgesetz ergibt. Hier hei\u00dft es:<\/p>\n\n\n\n<ul><li>Die W\u00fcrde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu sch\u00fctzen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt. (<strong>GG Art 1<\/strong>&nbsp;(1))<\/li><li>Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Pers\u00f6nlichkeit \u2026 (<strong>GG Art 2<\/strong>&nbsp;(1))<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Unsere Vision des BGE gr\u00fcndet mithin auf einen verbrieften Rechtsanspruch. Unsere Vision ist daher ein&nbsp;<strong>Bedingungsloses Grundeinkommen von 1000 \u20ac\/Monat<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h2>Das BGE im Urteil der Bev\u00f6lkerung<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Idee des BGE st\u00f6\u00dft bei der Bev\u00f6lkerung teilweise auf Unverst\u00e4ndnis (Bei uns verhungert doch keiner) oder auf Misstrauen (Das ist doch Gleichmacherei) oder auf Vorbehalte (Das ist doch Erziehung zur Faulheit). Die Vertreter des BGE werden als Spinner und Sektierer (Butterwege) und im g\u00fcnstigsten Fall als Sozialromantiker bezeichnet. Sozialexperten \u2013 oder solche, die sich daf\u00fcr halten \u2013 bezeichnen die Forderung nach einem BGE als \u201eCharmante Idee, aber wer soll denn die notwendigen 450 Mrd \u20ac bezahlen?\u201c (Hilmar Schneider). Die immer wiederkehrenden Behauptungen sind:<\/p>\n\n\n\n<ul><li>Ein BGE ist nicht finanzierbar.<\/li><li>Bei einem BGE von 1.000 \u20ac wird keiner mehr arbeiten und<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Aus meiner Sicht, muss die Argumentation pro BGE von einer Beschreibung des derzeitigen Sozialsystems ausgehen. Es m\u00fcssen zun\u00e4chst die systemischen M\u00e4ngel des derzeitigen Sozialsystems aufgezeigt werden und dass dieses System kollabieren muss. Danach muss ein Modell vorgestellt werden, die diese systemischen M\u00e4ngel nicht mehr enth\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<h2>Kritik des derzeitigen Steuer-, Abgaben und Sozialsystems<\/h2>\n\n\n\n<p>Was ist denn falsch an dem derzeitigen Steuer- und Sozialsystem? Die nachstehende Aufz\u00e4hlung erhebt keinen Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit.<\/p>\n\n\n\n<ul><li><strong>Grundsicherung (Hartz IV)<\/strong><ul><li>Viele Menschen k\u00f6nnen von ihrer ganzt\u00e4gigen Arbeit nicht mehr Ihren Unterhalt finanzieren und ben\u00f6tigen zus\u00e4tzlich Sozialhilfe um auf das Niveau der Grundsicherung zu kommen. Das ist ein Skandal.<\/li><li>Die Bedarfspr\u00fcfung f\u00fcr die Grundsicherung ist oft ein Hindernislauf. Die Rolle des Bittstellers ist w\u00fcrdelos.<\/li><li>Insgesamt erhalten 6,5 Millionen Menschen Hartz IV Leistungen (Quelle: DER SPIEGEL 8\/2011)<\/li><li>Im Jahr 2010 gab es 835.692 Widerspr\u00fcche gegen Hatz IV Bescheide, 305.659 mit Erfolg (Quelle: DER SPIEGEL 8\/2011)<\/li><li>Alleinerziehende (1,6 Mio) leben oft dauerhaft an der Grenze des Existenzminimums<\/li><li>Hinzuverdienste werden unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig auf die Grundsicherung angerechnet. Schwarzarbeit ist die Folge.<\/li><li>Derzeit (Anfang 2011) wird im Vermittlungsausschuss eine Erh\u00f6hung der Grundsicherung von 5 \u20ac\/ Monat (!!!) verhandelt<\/li><li>Es sollen Bildungsgutscheine f\u00fcr Kinder die von der Grundsicherung leben, Bildungsgutscheine ausgegeben werden. \u00dcber eine Erweiterung auf Haushalte die Wohngeld beziehen, wird derzeit (Anfang 2011) im Vermittlungsausschuss verhandelt<\/li><li>Das Armutsrisiko hat sich von 2004 bis 2008 von rund 12% auf 15,5&nbsp;% erh\u00f6ht (Quelle: Statistisches Bundesamt, zitiert nach SZ)<\/li><\/ul><\/li><li><strong>Sozialversicherungen<\/strong><ul><li>Von insgesamt 40,4 Mill Erwerbst\u00e4tigen sind nur 27,7 Mill in sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverh\u00e4ltnissen (2010) (Quelle VDI N 1.2011)<\/li><li>Die heutige Beitragserhebung der Sozialversicherung, insbesondere der gesetzlichen Krankenversicherung, ist unsozial weil die Niedrigverdiener prozentual h\u00f6her belastet werden.<\/li><li>Eine Praxisgeb\u00fchr von 10 \u20ac \/Quartal wurde eingef\u00fchrt, aktuell werden Zusatzbeitr\u00e4ge einiger Krankenkassen in H\u00f6he von 8 \u20ac \/ Monat erhoben<\/li><li>\u00dcber 400.000 Rentnerinnen und Rentner haben trotz 35-j\u00e4hriger Erwerbsarbeit weniger Rente als Hartz IV. Eine Mindestrente f\u00fcr diesen Personenkreis ist im Gespr\u00e4ch<\/li><li>Die Renten sind nicht mehr finanzierbar, weil wesentlich die Erwerbseinkommen belastet werden. Immer mehr Rentner m\u00fcssen durch immer weniger Arbeitende versorgt werden (demografischer Faktor)<\/li><li>Es werden laufend die Beitragss\u00e4tze erh\u00f6ht<\/li><li>Dar\u00fcber hinaus wird das Renteneintrittsalter stufenweise auf 67 Jahre angehoben, obwohl keine entsprechenden Arbeitspl\u00e4tze vorhanden sind.<\/li><\/ul><\/li><li><strong>Arbeitsmarkt<\/strong><ul><li>Es gibt keinen Mindestlohn<\/li><li>Ein 1-Euro-Job grenzt an Zwangsarbeit, die nach dem GG Art 14 verboten ist<\/li><li>In 2010 gab es 5,2 Mill Teilzeitbesch\u00e4ftigte (Quelle VDI N 1.2011)<\/li><li>2011 werden \u00fcber 1 Mill Leiharbeiter t\u00e4tig sein (Quelle VDI 1.2011)<\/li><li>15% gehen einer Nebent\u00e4tigkeit nach (Quelle VDI 1.2011)<\/li><li>4 Millionen Bundesb\u00fcrger leiden stressbedingt an seelischen Erkrankungen (Quelle DER SPIEGEL 4\/2011)<\/li><li>Rang 1 der Ursachen f\u00fcr Fr\u00fchverrentungen sind Psychische Erkrankungen mit 38% (Quelle DER SPIEGEL 4\/2011)<\/li><\/ul><\/li><li><strong>Steuer<\/strong><ul><li>Eine Gehaltserh\u00f6hung von 100 \u20ac\/Monat kann im ung\u00fcnstigsten Fall \u2013 etwas unterhalb der Bemessungsgrenzen f\u00fcr die Sozialabgaben &#8211; zu einer Nettoerh\u00f6hung von nur 30 \u20ac f\u00fchren (Mittelstandsbauch).<\/li><li>Derzeit (Anfang 2011) soll der Arbeitnehmerfreibetrag auf 8.000 \u20ac\/Jahr angehoben werden<\/li><li>Der steuerliche Kinderfreibetrag beg\u00fcnstigt die Hochverdienenden<\/li><li>Das Ehegattensplitting beg\u00fcnstigt ebenfalls die Hochverdienenden, deren Ehefrauen es nicht n\u00f6tig haben einer Erwerbsarbeit nachzugehen.<\/li><li>Viele Milliarden entgehen der Besteuerung durch Steuerhinterziehung oder Schwarzarbeit<\/li><\/ul><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Derzeit wird an allen Ecken und Enden an irgendwelchen Stellschrauben gedreht: Gesundheitsreform, Krankenkassenzuzahlung, Rente mit 67, Bildungspaket, Steuervereinfachung, usw. usw. \u00dcberall ist der Reformbedarf offensichtlich und auch weitgehend anerkannt. Aber genau so ist das Fehlen eines gesamtheitlichen Konzeptes offensichtlich. Wir brauchen dringend \u2013 unabh\u00e4ngig von einem BGE \u2013 eine umfassende Reorganisation unseres Steuer \u2013 und Sozialsystems.<\/p>\n\n\n\n<h2>Volkswirtschaftlicher Aspekt<\/h2>\n\n\n\n<p>Es ist v\u00f6llig klar, Deutschland hat als einer der reichsten L\u00e4nder der Welt kein Wohlstandsproblem sondern ein Verteilungsproblem. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf liegt in der Gruppe der G20 L\u00e4nder auf Rang 4.<\/p>\n\n\n\n<table class=\"wp-block-table\"><tbody><tr><th>Verwendung des BIP 2010<\/th><th>Mrd. \u20ac<\/th><th>%<\/th><\/tr><tr><td>Private Konsumausgaben<\/td><td>1.444,46<\/td><td>57,8%<\/td><\/tr><tr><td>Konsumausgaben des Staates<\/td><td>486,31<\/td><td>19,5%<\/td><\/tr><tr><td>Bruttoinvestitionen<\/td><td>440,64<\/td><td>17,6%<\/td><\/tr><tr><td>Au\u00dfenbeitrag (Exporte minus Importe)<\/td><td>126,19<\/td><td>5,1%<\/td><\/tr><tr><th>Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2010<\/th><th>2.497,60<\/th><th>100,0%<\/th><\/tr><tr><td>Land-und Forstwirtschaft<\/td><td>22,48<\/td><td>0,9%<\/td><\/tr><tr><td>Produzierendes Gewerbe, ohne Baugewerbe<\/td><td>589,43<\/td><td>23,6%<\/td><\/tr><tr><td>Baugewerbe<\/td><td>102,40<\/td><td>4,1%<\/td><\/tr><tr><td>Handel, Gastgewerbe und Verkehr<\/td><td>429,59<\/td><td>17,2%<\/td><\/tr><tr><td>Finanzierung, Vermietung und Unternehmensdienstleister<\/td><td>759,27<\/td><td>30,4%<\/td><\/tr><tr><td>\u00d6ffentliche und private Dienstleister<\/td><td>589,43<\/td><td>23,6%<\/td><\/tr><tr><th>Entstehung des Bruttoinlandsprodukts 2010<\/th><th>Mrd. \u20ac<\/th><th>%<\/th><\/tr><tr><td>Einwohner 2010 in Millionen<\/td><td>81,7<\/td><\/tr><tr><th>Bruttoinlandsprodukt pro \u20ac\/Kopf<\/th><th>30.570<\/th><\/tr><\/tbody><\/table>\n\n\n\n<p>Quelle:Statistisches Bundesamt 12.01.2010, Tabelle 1<\/p>\n\n\n\n<p><br>Das BIP pro Kopf belief sich in 2010 gem\u00e4\u00df nebenstehender Tabelle auf 31.570 \u20ac. Ein Bedingungsloses Grundeinkommen von 1.000 \u20ac\/Mon, also 12.000 \u20ac\/Jahr bedeutet also 38&nbsp;% des BIP. Selbst unter der Annahme, dass etwa 200 Mrd. \u20ac\/Jahr durch Entfall von Kindergeld, Hartz IV, Kinderfreibetrag, Baf\u00f6g, Rentenzuschuss u. \u00e4. gegenfinanziert werden k\u00f6nnen, betr\u00e4gt die Umverteilungsquote immer noch etwa 32% des BIP. W\u00fcrde man das komplett aus Steuern finanzieren, m\u00fcsste die Staatsquote (= Steuer- + Abgabenquote) auf etwa 80&nbsp;% des BIP angehoben werden. Das ist nicht\u2013 selbst wenn der politische Wille vorhanden w\u00e4re &#8211; auf einmal zu realisieren. Es kommt noch etwas hinzu. Die positiven und auch die negativen Effekte eines Bedingungslosen Grundeinkommens in der genannten Dimension von 1.000 \u20ac\/Monat hinsichtlich<\/p>\n\n\n\n<ul><li>der Erwerbsmotivation<\/li><li>den Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt (Lohndumping?)<\/li><li>der Arbeitsorganisation<\/li><li>der kreativen Selbstst\u00e4ndigkeit Einzelner oder auch der Schwarzarbeit<\/li><li>den Auswirkungen auf Kosten und Preise<\/li><li>der Entwicklung zur Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft<\/li><li>den Auswirkungen auf die Lebensqualit\u00e4t und Volksgesundheit<\/li><li>der psychosozialen Auswirkungen auf die Gesellschaft<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>kann derzeit \u00fcberhaupt nicht eingesch\u00e4tzt und daher monet\u00e4r auch nicht bewertet werden. Deshalb muss die Umsetzung notwendigerweise in mehreren Stufen erfolgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bruttoinlandsprodukt ist ein rein monet\u00e4rer Index, der den Wert der verkauften Waren und Dienstleistungen abbildet. Dieser sagt aber nichts aus \u00fcber die Lebensqualit\u00e4t oder eine gerechte Verteilung des gemeinschaftlich erwirtschafteten Wertes. Das ist allen bewusst. So soll die Enquete-Kommission &#8222;Wachstum, Wohlstand, Lebensqualit\u00e4t&#8220; des Deutschen Bundestages unter Vorsitz von Daniela Kolbe (SPD) den Stellenwert von Wachstum in Wirtschaft und Gesellschaft ermitteln, einen ganzheitlichen Wohlstands- und Fortschrittsindikator entwickeln und die M\u00f6glichkeiten und Grenzen der Entkopplung von Wachstum, Ressourcenverbrauch und technischem Fortschritt ausloten.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch eine kleine Anmerkung zum Thema Wertsch\u00f6pfung. Wertsch\u00f6pfung entsteht nicht dann, wenn ein Produkt hergestellt oder eine Dienstleistung angeboten wird, sondern erst dann, wenn die Ware oder die Dienstleistung auch von Konsumenten gekauft wird. Wie der Tabelle zu entnehmen ist, betr\u00e4gt der Anteil des privaten Konsums etwas weniger als 60&nbsp;% des BIP. An der Wertsch\u00f6pfung sind also alle beteiligt, die Produzenten und Dienstleister und die Konsumenten. Ein Bedingungsloses Grundeinkommen w\u00fcrde daher nicht unerheblich zur Stabilisierung des Privaten Konsums beitragen.<\/p>\n\n\n\n<h2>Projekt statt Vision<\/h2>\n\n\n\n<p>Es reicht aber nicht, unsere Vision eines BGE nur als rechtlichen und moralischen Anspruch zu formulieren. Aus meiner Sicht muss das gesamte Steuer-, Abgaben- und Transfersystem auf den Pr\u00fcfstand.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn es uns gelingt ein integriertes Modell f\u00fcr das gesamte Steuer-, Abgaben- und Transfersystem entwickeln, wird aus unserer Vision ein Projekt. Ich trete nachdr\u00fccklich daf\u00fcr ein, nicht einer Vision f\u00fcr eine bessere Welt anzuh\u00e4ngen \u2013 die nebenbei bemerkt leicht zu einer Ideologie verkommen kann -, sondern ein gesamtheitliches Projekt zu entwickeln und zu verfolgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie weiter oben dargestellt, ist es illusorisch anzunehmen, dass man die Verwirklichung unserer Vision in einem Schritt leisten kann. Die Antwort auf die oben gestellte Frage: \u201eWer soll das denn bezahlen?\u201c ist ganz einfach und kann nur lauten: \u201eWir fangen in der ersten Stufe mit einem Bedingungslosen Grundeinkommen etwa in der H\u00f6he der bisherigen Grundsicherung an\u201c. Dann kann niemand mehr behaupten dieser Schritt sei unbezahlbar, weil die derzeitige Grundsicherung ja bereits finanziert ist.<\/p>\n\n\n\n<h2>Das Solidarische B\u00fcrgergeld (SBG)<\/h2>\n\n\n\n<p>Als erste Stufe zur Verwirklichung der Vision von 1.000 \u20ac\/Monat \/Person kann das&nbsp;<strong>\u201eSolidarisches B\u00fcrgergeld\u201c<\/strong>&nbsp;des Instituts f\u00fcr neue soziale Antworten (INSA) bilden (Althausmodell). Kerngedanke des SBG ist ein Bedingungsloses Grundeinkommen mit einem Transfervolumen in der bisherigen Gr\u00f6\u00dfenordnung und Verrechnung \u00fcber eine Steuergutschrift (Negativsteuer)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Eckdaten des Solidarischen B\u00fcrgergeld<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>Jeder mit Daueraufenthaltsrecht in Deutschland erh\u00e4lt monatlich 600 \u20ac als Steuergutschrift (Negativsteuer)<\/li><li>200 \u20ac pro Person werden als Kopfpauschale f\u00fcr die Gesundheitsvorsorge abgezogen, netto bleiben also 400 \u20ac\/Kopf<\/li><li>Weitere Sozialleistungen (z.B. Unterkunftskosten) erh\u00f6hen im Bedarfsfall auf Antrag das Solidarische B\u00fcrgergeld<\/li><li>Lohn- und Einkommensteuer betr\u00e4gt einheitlich 40%.<\/li><li>Arbeitnehmer zahlen keine weiteren, \u00fcber die 200 \u20ac hinausgehenden Sozialabgaben<\/li><li>Eine Lohnsummenabgabe von 18% der Betriebe finanziert Renten- und Arbeitslosenversicherung sowie Elterngeld<\/li><li>Rentenanspr\u00fcche bis zum dreifachen des Solidarischen B\u00fcrgergeldes werden entsprechend der Lebensarbeitsleistung erworben<\/li><li>Die Verrechnung mit dem Finanzamt erfolgt durch den Arbeitgeber bzw. durch das Sozialamt<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Auswirkung auf die Nettoentgelte<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In der Tabelle 2 ist die Auswirkung des SGB auf eine Einzelperson ohne Kinder dargestellt. Die Werte der Steuern und Abgaben 2011 im bisherigen System wurde mit dem Gehaltsrechner&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.n-heydorn.de\/gehaltsrechner.html\">http:\/\/www.n-heydorn.de\/gehaltsrechner.html<\/a>&nbsp;ermittelt. Es zeigt sich, dass bei diesem Modell alle profitieren, prozentual nat\u00fcrlich abnehmend mit h\u00f6herem Bruttolohn.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus zweiter Tabelle ist ersichtlich, dass insbesondere Familien mit Kinder bei dem Modell des SBG gewinnen.<\/p>\n\n\n\n<table class=\"wp-block-table\"><tbody><tr><th>Einzelperson ohne Kinder<\/th><th>Tabelle 2<\/th><\/tr><tr><th>Bruttolohn<\/th><th>0,00<\/th><th>500,00<\/th><th>1.000,00<\/th><th>1.500,00<\/th><th>2.000,00<\/th><th>5.000,00<\/th><th>10.000,00<\/th><th>20.000,00<\/th><\/tr><tr><th>Abgaben 2011 in Steuerklasse I<\/th><\/tr><tr><td>Lohnsteuer<\/td><td>13,33<\/td><td>104,33<\/td><td>220,66<\/td><td>1.151,33<\/td><td>3.242,08<\/td><td>7.442,08<\/td><\/tr><tr><td>Solidarit\u00e4tsbeitrag<\/td><td>4,66<\/td><td>12,13<\/td><td>63,32<\/td><td>178,31<\/td><td>409,31<\/td><\/tr><tr><td>Kirchensteuer<\/td><\/tr><tr><td>Summe Steuer<\/td><td>13,33<\/td><td>108,99<\/td><td>232,79<\/td><td>1.214,65<\/td><td>3.420,39<\/td><td>7.851,39<\/td><\/tr><tr><td>Krankenversicherung<\/td><td>41,00<\/td><td>82,00<\/td><td>123,00<\/td><td>164,00<\/td><td>304,62<\/td><td>304,42<\/td><td>304,42<\/td><\/tr><tr><td>Pflegeversicherung<\/td><td>6,13<\/td><td>12,25<\/td><td>18,38<\/td><td>24,50<\/td><td>45,48<\/td><td>45,48<\/td><td>45,48<\/td><\/tr><tr><td>Rentenversicherung<\/td><td>49,75<\/td><td>99,50<\/td><td>149,25<\/td><td>199,00<\/td><td>497,50<\/td><td>547,25<\/td><td>547,25<\/td><\/tr><tr><td>Arbeitslosenversicherung<\/td><td>7,50<\/td><td>15,00<\/td><td>22,50<\/td><td>30,00<\/td><td>75,00<\/td><td>82,50<\/td><td>82,50<\/td><\/tr><tr><td>Summe Sozialabgaben<\/td><td>104,38<\/td><td>208,75<\/td><td>313,13<\/td><td>417,50<\/td><td>922,60<\/td><td>979,65<\/td><td>979,65<\/td><\/tr><tr><th>Nettobezug<\/th><th>0,00<\/th><th>395,62<\/th><th>777,92<\/th><th>1.077,88<\/th><th>1.349,71<\/th><th>2.862,75<\/th><th>5.599,96<\/th><th>11.168,96<\/th><\/tr><tr><td>Kindergeld 184 \u20ac \/ Kind<\/td><\/tr><tr><td>Hartz IV 1*364<\/td><td>364,00<\/td><\/tr><tr><th>Verf\u00fcgbares Einkommen<\/th><th>364,00<\/th><th>395,62<\/th><th>777,92<\/th><th>1.077,88<\/th><th>1.349,71<\/th><th>2.862,75<\/th><th>5.599,96<\/th><th>11.168,96<\/th><\/tr><tr><th>Solidarisches B\u00fcrgergeld<\/th><\/tr><tr><td>&#8211; LohnSteuer = 40%<\/td><td>0,00<\/td><td>-200,00<\/td><td>-400,00<\/td><td>-600,00<\/td><td>-800,00<\/td><td>-2.000,00<\/td><td>-4.000,00<\/td><td>-8.000,00<\/td><\/tr><tr><td>+ SBG<\/td><td>600,00<\/td><td>600,00<\/td><td>600,00<\/td><td>600,00<\/td><td>600,00<\/td><td>600,00<\/td><td>600,00<\/td><td>600,00<\/td><\/tr><tr><td>&#8211; KK Pauschale<\/td><td>-200,00<\/td><td>-200,00<\/td><td>-200,00<\/td><td>-200,00<\/td><td>-200,00<\/td><td>-200,00<\/td><td>-200,00<\/td><td>-200,00<\/td><\/tr><tr><th>Nettobezug =&nbsp;<br>verf\u00fcgbares Einkommen<\/th><th>400,00<\/th><th>700,00<\/th><th>1.000,00<\/th><th>1.300,00<\/th><th>1.600,00<\/th><th>3.400,00<\/th><th>6.400,00<\/th><th>12.400,00<\/th><\/tr><\/tbody><\/table>\n\n\n\n<table class=\"wp-block-table\"><tbody><tr><th>Alleinerziehend mit zwei Kinder zwischen 6 und 14 Jahren<\/th><th>Tabelle 3<\/th><\/tr><tr><th>Bruttolohn<\/th><th>0,00<\/th><th>500,00<\/th><th>1.000,00<\/th><th>1.500,00<\/th><th>2.000,00<\/th><th>5.000,00<\/th><th>10.000,00<\/th><th>20.000,00<\/th><\/tr><tr><th>Abgaben 2011 in Steuerklasse III\/2<\/th><\/tr><tr><td>Lohnsteuer<\/td><td>39,83<\/td><td>744,83<\/td><td>2.565,00<\/td><td>6.765,00<\/td><\/tr><tr><td>Solidarit\u00e4tsbeitrag<\/td><td>22,84<\/td><td>114,39<\/td><td>345,08<\/td><\/tr><tr><td>Kirchensteuer<\/td><\/tr><tr><td>Summe Steuer<\/td><td>39,83<\/td><td>767,67<\/td><td>2.679,39<\/td><td>7.110,08<\/td><\/tr><tr><td>Krankenversicherung<\/td><td>41,00<\/td><td>82,00<\/td><td>123,00<\/td><td>164,00<\/td><td>304,62<\/td><td>304,42<\/td><td>304,42<\/td><\/tr><tr><td>Pflegeversicherung<\/td><td>4,88<\/td><td>9,75<\/td><td>14,63<\/td><td>19,50<\/td><td>36,20<\/td><td>36,20<\/td><td>36,20<\/td><\/tr><tr><td>Arbeitslosenversicherung<\/td><td>7,50<\/td><td>15,00<\/td><td>22,50<\/td><td>30,00<\/td><td>75,00<\/td><td>82,50<\/td><td>82,50<\/td><\/tr><tr><td>Rentenversicherung<\/td><td>49,75<\/td><td>99,50<\/td><td>149,25<\/td><td>199,00<\/td><td>497,50<\/td><td>547,25<\/td><td>547,25<\/td><\/tr><tr><td>Summe Sozialabgaben<\/td><td>103,13<\/td><td>206,25<\/td><td>309,38<\/td><td>412,50<\/td><td>913,32<\/td><td>970,37<\/td><td>970,37<\/td><\/tr><tr><th>Nettobezug<\/th><th>0,00<\/th><th>396,87<\/th><th>793,75<\/th><th>1.190,62<\/th><th>1.547,67<\/th><th>3.319,01<\/th><th>6.350,24<\/th><th>11.919,55<\/th><\/tr><tr><td>Kindergeld 184 \u20ac \/ Kind<\/td><td>368,00<\/td><td>368,00<\/td><td>368,00<\/td><td>368,00<\/td><td>368,00<\/td><td>368,00<\/td><td>368,00<\/td><\/tr><tr><td>Hartz IV 1*364+2*242<\/td><td>848,00<\/td><\/tr><tr><th>Verf\u00fcgbares Einkommen<\/th><th>848,00<\/th><th>764,87<\/th><th>1.161,75<\/th><th>1.558,62<\/th><th>1.915,67<\/th><th>3.687,01<\/th><th>6.718,24<\/th><th>12.287,55<\/th><\/tr><tr><th>Solidarisches B\u00fcrgergeld<\/th><\/tr><tr><td>+ SBG<\/td><td>1.800,00<\/td><td>1.800,00<\/td><td>1.800,00<\/td><td>1.800,00<\/td><td>1.800,00<\/td><td>1.800,00<\/td><td>1.800,00<\/td><td>1.800,00<\/td><\/tr><tr><td>&#8211; KK Pauschale<\/td><td>-600,00<\/td><td>-600,00<\/td><td>-600,00<\/td><td>-600,00<\/td><td>-600,00<\/td><td>-600,00<\/td><td>-600,00<\/td><td>-600,00<\/td><\/tr><tr><th>Nettobezug =&nbsp;<br>verf\u00fcgbares Einkommen<\/th><th>1.200,00<\/th><th>1.500,00<\/th><th>1.800,00<\/th><th>2.100,00<\/th><th>2.400,00<\/th><th>4.200,00<\/th><th>7.200,00<\/th><th>13.200,00<\/th><\/tr><\/tbody><\/table>\n\n\n\n<p><strong>Vorteile des Solidarische B\u00fcrgergelds<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul><li>Das Solidarische B\u00fcrgergeld ist bedingungslos<\/li><li>Kein Abbau von Sozialleistungen (Zusatzb\u00fcrgergeld auf Antrag, z.B. Wohngeld)<\/li><li>Sozialabgaben sind f\u00fcr den Arbeitnehmer vom Erwerbseinkommen unabh\u00e4ngig<\/li><li>Keine Bemessungsgrenze der Sozialabgaben<\/li><li>Finanzierung des gesamten Sozialsystems ist nachhaltig gesichert<\/li><li>Jeder Hinzuverdienst lohnt sich (nur 40% Steuer)<\/li><li>Keine Kinderfreibetr\u00e4ge<\/li><li>Kein Ehegattensplitting<\/li><li>Solidarisches B\u00fcrgergeld ist kosten- und preisneutral<\/li><li>Demografischer Faktor spielt keine Rolle mehr<\/li><li>Stabilisierung des Privaten Konsums (etwa 60% des BIP)<\/li><li>J\u00e4hrliche Anpassung an das Wirtschaftswachstum ist leicht m\u00f6glich<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Das Modell des Solidarischen B\u00fcrgergeldes entspricht zwar nicht unserer Zielvorstellung, aber ist ein hervorragender erster Schritt. Dieses Modell ist durchgerechnet und daher die Finanzierbarkeit bewiesen.<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Vom Solidarischen B\u00fcrgergeld zur Vision<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Unabh\u00e4ngig von weiteren Stufen kann SBG j\u00e4hrlich auf einfachste Weise an das Wirtschaftswachstum angepasst werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die weiteren Stufen zu unserer Vision von 1000 \u20ac\/Monat k\u00f6nnen unterschiedlich gestaltet werden. Ein Weg w\u00e4re, die Pauschalsteuer auf 50% und das Bedingungslose Grundeinkommen auf 750 \u20ac\/Mon zu erh\u00f6hen. Dies wird einer Zeitungsmeldung zufolge von einer Gruppe in der SPD vorgeschlagen (Anmerkung: Dem muss noch nachgegangen werden). Die nachfolgende Tabelle 4 zeigt durch Vergleich mit der Tabelle 2 den Unterschied zum Solidarischen B\u00fcrgergeld. Es findet eine st\u00e4rkere Umverteilung zu Gunsten der Geringverdiener statt.<\/p>\n\n\n\n<table class=\"wp-block-table\"><tbody><tr><th>Einzelperson ohne Kinder<\/th><th>Tabelle 4<\/th><\/tr><tr><th>Bruttolohn<\/th><th>0,00<\/th><th>500,00<\/th><th>1.000,00<\/th><th>1.500,00<\/th><th>2.000,00<\/th><th>5.000,00<\/th><th>10.000,00<\/th><th>20.000,00<\/th><\/tr><tr><th>Abgaben 2011 in Steuerklasse I<\/th><\/tr><tr><td>Lohnsteuer<\/td><td>13,33<\/td><td>104,33<\/td><td>220,66<\/td><td>1.151,33<\/td><td>3.242,08<\/td><td>7.442,08<\/td><\/tr><tr><td>Solidarit\u00e4tsbeitrag<\/td><td>4,66<\/td><td>12,13<\/td><td>63,32<\/td><td>178,31<\/td><td>409,31<\/td><\/tr><tr><td>Kirchensteuer<\/td><\/tr><tr><td>Summe Steuer<\/td><td>13,33<\/td><td>108,99<\/td><td>232,79<\/td><td>1.214,65<\/td><td>3.420,39<\/td><td>7.851,39<\/td><\/tr><tr><td>Krankenversicherung<\/td><td>41,00<\/td><td>82,00<\/td><td>123,00<\/td><td>164,00<\/td><td>304,62<\/td><td>304,42<\/td><td>304,42<\/td><\/tr><tr><td>Pflegeversicherung<\/td><td>6,13<\/td><td>12,25<\/td><td>18,38<\/td><td>24,50<\/td><td>45,48<\/td><td>45,48<\/td><td>45,48<\/td><\/tr><tr><td>Rentenversicherung<\/td><td>49,75<\/td><td>99,50<\/td><td>149,25<\/td><td>199,00<\/td><td>497,50<\/td><td>547,25<\/td><td>547,25<\/td><\/tr><tr><td>Arbeitslosenversicherung<\/td><td>7,50<\/td><td>15,00<\/td><td>22,50<\/td><td>30,00<\/td><td>75,00<\/td><td>82,50<\/td><td>82,50<\/td><\/tr><tr><td>Summe Sozialabgaben<\/td><td>104,38<\/td><td>208,75<\/td><td>313,13<\/td><td>417,50<\/td><td>922,60<\/td><td>979,65<\/td><td>979,65<\/td><\/tr><tr><th>Nettobezug<\/th><th>0,00<\/th><th>395,62<\/th><th>777,92<\/th><th>1.077,88<\/th><th>1.349,71<\/th><th>2.862,75<\/th><th>5.599,96<\/th><th>11.168,96<\/th><\/tr><tr><td>Kindergeld 184 \u20ac \/ Kind<\/td><\/tr><tr><td>Hartz IV 1*364<\/td><td>364,00<\/td><\/tr><tr><th>Verf\u00fcgbares Einkommen<\/th><th>364,00<\/th><th>395,62<\/th><th>777,92<\/th><th>1.077,88<\/th><th>1.349,71<\/th><th>2.862,75<\/th><th>5.599,96<\/th><th>11.168,96<\/th><\/tr><tr><th>Solidarisches B\u00fcrgergeld<\/th><\/tr><tr><td>&#8211; LohnSteuer = 50%<\/td><td>-250,00<\/td><td>-500,00<\/td><td>-750,00<\/td><td>-1.000,00<\/td><td>-2.500,00<\/td><td>-5.000,00<\/td><td>-10.000,00<\/td><\/tr><tr><td>+ SBG<\/td><td>750,00<\/td><td>750,00<\/td><td>750,00<\/td><td>750,00<\/td><td>750,00<\/td><td>750,00<\/td><td>750,00<\/td><td>750,00<\/td><\/tr><tr><td>&#8211; KK Pauschale<\/td><td>-200,00<\/td><td>-200,00<\/td><td>-200,00<\/td><td>-200,00<\/td><td>-200,00<\/td><td>-200,00<\/td><td>-200,00<\/td><td>-200,00<\/td><\/tr><tr><th>Nettobezug =&nbsp;<br>Verf\u00fcgbares Einkommen<\/th><th>550,00<\/th><th>800,00<\/th><th>1.050,00<\/th><th>1.300,00<\/th><th>1.550,00<\/th><th>3.050,00<\/th><th>5.550,00<\/th><th>10.550,00<\/th><\/tr><\/tbody><\/table>\n\n\n\n<p><br>Ein anderer Weg w\u00e4re, Schritt f\u00fcr Schritt kostenneutral auf eine Konsumsteuer zustellen. W\u00fcrde man beispielsweise das SBG um 50 \u20ac pro Monat erh\u00f6hen, m\u00fcsste die MWSt um etwa 5% Punkte erh\u00f6ht werden. Gleichzeitig w\u00fcrde die Lohn- und Einkommensteuer um 50 \u20ac entlastet. Das k\u00e4me wiederum vor allem Geringverdiener zu Gute.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute ist es so, dass alle Sozialabgaben und ein wesentlicher Teil der Steuern auf den ersten Teil der Wertsch\u00f6pfungskette, die Erwerbst\u00e4tigkeit bezogen sind. Ich pl\u00e4diere f\u00fcr ein BGE Modell mit einer Finanzierung durch eine Konsumsteuer, bei der im Endeffekt die Lohn und Einkommensteuer \u00fcberfl\u00fcssig wird. Der private Konsum betr\u00e4gt etwa 60% des BIP. Eine Besteuerung am Ende der Wertsch\u00f6pfungskette verspricht den gr\u00f6\u00dften Rationalisierungseffekt, sowohl f\u00fcr den Staat, als auch f\u00fcr die Wirtschaft.<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Vom BGE profitieren alle<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bei der vorgeschlagenen Vorgangsweise wird aus unserer Vision tats\u00e4chlich ein Projekt. Bei diesem Projekt gewinnen alle:<\/p>\n\n\n\n<p>BGE ist ein&nbsp;<strong>Projekt f\u00fcr die Menschen<\/strong>,<\/p>\n\n\n\n<ul><li>weil f\u00fcr viele Menschen kein sozialer Abstieg mehr droht und ihnen damit die Angst vor der Zukunft genommen wird. Viele Menschen werden freier und selbstbestimmter.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>BGE ist ein&nbsp;<strong>gesellschaftliches Projekt<\/strong>,<\/p>\n\n\n\n<ul><li>weil Solidarit\u00e4t erlebbar wird und der verminderte Leistungsdruck zu einer friedlichen Gesellschaft f\u00fchren kann. Die psychosozialen Folgen eines BGE k\u00f6nnen die Gesellschaft positiv ver\u00e4ndern.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>BGE ist ein&nbsp;<strong>Projekt des Sozialsystems<\/strong>,<\/p>\n\n\n\n<ul><li>weil der demografische Faktor \u2013 immer weniger Beitragszahler m\u00fcssen immer mehr Menschen versorgen \u2013 keine Rolle mehr spielt und damit das Sozialsystem nachhaltig stabilisiert und finanzierbar wird.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>BGE ist ein&nbsp;<strong>Projekt der Wirtschaft<\/strong>,<\/p>\n\n\n\n<ul><li>weil damit dem bereits eingetretenen Wandel der Arbeitsorganisation, von einer \u201eLebensstellung\u201c immer mehr hin zu zeitlich befristeten Arbeitsverh\u00e4ltnissen und Projektt\u00e4tigkeiten, Rechnung getragen wird.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>BGE ist ein&nbsp;<strong>fiskalisches Projekt<\/strong>,<\/p>\n\n\n\n<ul><li>weil durch die radikale Vereinfachung des Steuersystems und der Sozialverwaltung eine Verschlankung des Staates und damit eine erhebliche Effizienzsteigerung verbunden ist.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>All diese Aspekte m\u00fcssen nunmehr Schritt f\u00fcr Schritt untersucht und erarbeitet werden.<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Was das Bedingungslose Grundeinkommen nicht leisten kann<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein Bedingungsloses Grundeinkommen ist keine Abschaffung des Kapitalismus mit seinen systemimmanenten Eigenschaften:<\/p>\n\n\n\n<ul><li>Wirtschaftswachstum ist notwendig<\/li><li>Wirtschaftseinheiten (Banken und Industrien) werden immer gr\u00f6\u00dfer und damit \u201esystemrelevant\u201c<\/li><li>Wachsender politischer Einfluss der Wirtschaft gef\u00e4hrdet das Gemeinwohl<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>In diesem Zusammenhang m\u00f6chte ich auf das Buch von Meinhard Miegel: \u201eExit \u2013 Wohlstand ohne Wachstum\u201c hinweisen. In diesem Buch wird auf Studien verwiesen, die zu dem Ergebnis kamen, dass der in den letzten 10 Jahren durch das Wirtschaftswachstum geschaffene Mehrwert geringer ist, als die gesamtgesellschaftlichen Kosten, die von diesem Mehrwert verursacht wurden. Wenn dieses zutrifft, muss einmal mehr die Wachstumsideologie, die oft mit der Ideologie \u201eArbeit f\u00fcr Alle\u201c begr\u00fcndet wird, in Frage gestellt werden.<br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>zum Bedingungslosen Grundeinkommen Aus Wikibig(Weitergeleitet von&nbsp;SBG)Wechseln zu:Navigation,&nbsp;Suche Inhaltsverzeichnis 1&nbsp;Die Vision 2&nbsp;Das BGE im Urteil der Bev\u00f6lkerung 3&nbsp;Kritik des derzeitigen Steuer-, Abgaben und Sozialsystems 4&nbsp;Volkswirtschaftlicher Aspekt 5&nbsp;Projekt statt Vision 6&nbsp;Das Solidarische B\u00fcrgergeld (SBG) Die Vision Es gibt unterschiedliche Auffassungen dar\u00fcber, wie ein Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) verwirklicht werden kann. Aber Einigkeit besteht darin, dass ein Bedingungsloses Grundeinkommen &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"http:\/\/wp.bonner-initiative-grundeinkommen.de\/?page_id=103\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">&#8222;Grundideen&#8220;<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/wp.bonner-initiative-grundeinkommen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/103"}],"collection":[{"href":"http:\/\/wp.bonner-initiative-grundeinkommen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/wp.bonner-initiative-grundeinkommen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/wp.bonner-initiative-grundeinkommen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/wp.bonner-initiative-grundeinkommen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=103"}],"version-history":[{"count":3,"href":"http:\/\/wp.bonner-initiative-grundeinkommen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/103\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":119,"href":"http:\/\/wp.bonner-initiative-grundeinkommen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/103\/revisions\/119"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/wp.bonner-initiative-grundeinkommen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=103"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}